Vom 27.03.2023 bis zum 31.03.2023 führt die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer zusammen mit dem Composites United e. V., im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnung nach Polen durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Das Ziel dieser Maßnahmen ist die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen im Auf- und Ausbau von Geschäftskontakten in Polen und somit die Exportförderung der Technologien „Made in Germany“. Zur Teilnahme am Projekt werden in erster Linie KMU eingeladen, die Produkte, Technologien und Lösungen aus dem Bereich Nachhaltigkeitslösungen und Leichtbau für die gesamte Fahrzeugindustrie anbieten. Im Speziellen handelt es sich hierbei um Maschinen- und Anlagenbauer, Anbieter von Leichtbau-Materialien und Lösungen im Bereich Nachhaltigkeit für die Automobilindustrie, Werkzeugbauer sowie Engineering-Dienstleister.

Der Automobilsektor ist ein wichtiger Wirtschaftszweig der polnischen Industrie. Die Branche ist stark exportabhängig, ca. 60 % des Wertes der Branche macht der Export von Autoteilen aus, was Polen auf dem 1. Platz im MOE im Ranking der Hersteller von Autoteilen platziert. Die Automobilindustrie in Polen hat auch ein ausgebautes Netz von Lieferanten. Bei den Tier-1-Zulieferern in Polen handelt es sich am häufigsten um Tochtergesellschaften ausländischer Konzerne, ähnlich wie bei den Herstellern von PKW und Nutzfahrzeugen. Auf der anderen Seite operieren in Polen sehr viele Firmen als Tier-2- und Tier-3-Zulieferer mit polnischem Kapital. Aufgrund der starken Präsenz ausländischer Hersteller in Polen ist die Branche sehr stark von der neuen EU-Politik gegenüber den fossilen Brennstoffen („Fit for 55“) betroffen und steht vor großen Herausforderungen. Die Bedeutung von Elektromobilität und Nachhaltigkeit nimmt in Polen zu. Polen wurde auch bereits in den letzten Jahren ein wichtiger Standort für die Herstellung von Batterien für Elektroautos. Mit der Entwicklung von Produktionskapazitäten für Batterien für Elektrofahrzeuge kann man auch positive Wachstumsimpulse im Bereich der Leichtbautechnologien beobachten. Die hohen Batteriemassen lassen sich nur mit Leichtbaumaterialien und neuartigen Fertigungsmethoden kompensieren. Hier hat auch Polen eine große Chance, ein wichtiger Standort für den Leichtbau zu werden. Der Grund dafür ist eine sehr starke Bedeutung jener Industriezweige, in welchen vergleichbare Materialien Verwendung finden, wie z. B. Automotive (PKWs, LKWs, Busse, Anhänger, Landmaschinen), Bahntechnik, Luftfahrt oder Maschinenbau.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Teilnehmer beläuft sich je nach Unternehmensgröße auf 500 € bis 1.000 € (netto) zzgl. individueller Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Mehr Informationen über das Projekt, Termine und angebotene Leistungen entnehmen Sie bitte dem Infoletter. Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.

 

Für Fragen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte an:

Piotr Lesiak (AHK Polen)

Mail: plesiak@ahk.pl

Tel: +48 225310-691

www.ahk.pl

Martin Kretschmann (CU)

Mail: martin.kretschmann@composites-united.com

Tel.: +49 30-9599888-14

www.composites-united.com

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