Elf Teams aus Schulen und Jugendorganisationen des Landkreises Stade traten am 23. Juni 2026 beim Roboterwettbewerb in der Solarhalle des CFK Nord gegeneinander an. Die Veranstaltung von Composites United e. V. und der Hochschule 21 zeigte eindrucksvoll, wie praxisnahe Technikprojekte junge Menschen für Robotik, Digitalisierung sowie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – begeistern. Neben spannenden Rennen boten Aussteller aus Forschung und Industrie Einblicke in moderne Technologien – von 3D-Druck bis hin zu Robotik-Anwendungen.
Technikbegeisterung, Kreativität und jede Menge Teamgeist standen am 23. Juni 2026 beim Roboterwettbewerb in der Solarhalle des CFK Nord im Mittelpunkt. Elf Teams aus Schulen und Jugendorganisationen des Landkreises Stade stellten ihre selbst konstruierten und programmierten Roboter vor und traten in einem spannenden Wettkampf gegeneinander an. Knapp 100 Besucherinnen und Besucher verfolgten die Rennen und feuerten ihre Favoriten an.
Veranstaltet wurde der Wettbewerb gemeinsam von Composites United e. V. und der Hochschule 21 unter der Schirmherrschaft des Landkreises Stade. Zum Auftakt begrüßte der Erste Kreisrat Thorsten Heinze die Teilnehmenden und Gäste und würdigte das Engagement der Jugendlichen im Bereich Technik und Innovation.
Vertreten waren Teams der Stadtjugendpflege, der Kreisjugendfeuerwehr sowie verschiedener Schulen aus dem Landkreis Stade. Der regionale Roboterwettbewerb wird seit 2022 jährlich in Stade ausgerichtet und hat sich inzwischen als fester Baustein der Nachwuchsförderung etabliert. Er richtet sich an Kinder und Jugendliche aus Schulen und Jugendorganisationen der Region, die ihre Roboter im Vorfeld selbst konstruieren, programmieren und individuell gestalten. Im Wettbewerb müssen die autonom fahrenden Roboter einen Hindernisparcours möglichst schnell bewältigen. Bewertet werden dabei nicht nur die besten Rundenzeiten: Auch kreative Gestaltungsideen sowie nachhaltige und ressourcenschonende Konstruktionsansätze werden mit eigenen Preisen gewürdigt.
oben: Zuschauende verfolgen die Rennen
rechts: Der Roboter „Flo“ kurz nach seinem Rennstart auf dem ersten Abschnitt. Das Team „atheDriver“ verfolgt gespannt, wie ihr „Flo“ performt
Neben dem eigentlichen Wettbewerb bot die Veranstaltung den Besucherinnen und Besuchern spannende Einblicke in moderne Technologien. Das Composites Technology Center (CTC GmbH) präsentierte 3D-Drucker und stellte gedruckte Bauteile für zwei verschiedene Kleinflugzeuge als Give-aways zur Verfügung. Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) begeisterte mit einem automatisierten Roboter-Arm, während das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) seine Arbeit im Bereich humanoider Roboter vorstellte.
Für eine willkommene Erfrischung sorgte die Volksbank Stade-Cuxhaven, die allen Teilnehmenden und Gästen leckeres Eis spendierte. Große Unterstützung erhielt der Wettbewerb zudem durch die Ingeborg-Gross-Stiftung aus Hamburg, die die Durchführung maßgeblich förderte.
Höhepunkt des Tages war das rund 60-minütige Rennen der Roboter. In mehreren Durchgängen kämpften die Teams um die besten Platzierungen. Am Ende setzte sich das Team „Split Second“ aus der Oberschule Harsefeld mit ihrem Roboter „SLO Bulli“ durch und sicherte sich den ersten Platz.
Den zweiten Platz belegte das Team „Löschi“ der Kreisjugendfeuerwehr mit seinem Roboter „Löschfahrzeug“. Über Rang drei durfte sich das Team „Stackoverflowed“ mit dem gleichnamigen Roboter der Jobelmannschule Stade freuen.
Neben den Platzierungen im Rennen wurden weitere Sonderpreise vergeben. Der Design-Preis ging nach einer besonders knappen Zuschauerentscheidung an das Team „atheDriver“ vom Stader Gymnasium Athenaeum. Ihr Roboter „Flo“, benannt nach Fußballnationalspieler Florian Wirtz, überzeugte das Publikum mit seiner kreativen Gestaltung samt Trikot und Fußball-Tor.
Mit dem Umweltpreis wurde das Team „ProMINT 3“ der Realschule Pro MINT ausgezeichnet. Ihr Roboter „O.T.T.O.“ bestand vollständig aus einem einzigen, recycelbaren Material. Zudem wurde die Konstruktion so entwickelt, dass beim 3D-Druck keine zusätzlichen Stützmaterialien erforderlich waren.
Der Roboterwettbewerb zeigte erneut eindrucksvoll, wie praxisnahe Projekte junge Menschen für Technik, Digitalisierung und Ingenieurwissenschaften begeistern können. Gleichzeitig bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum Austausch mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern und zur Sicherung zukünftiger Fachkräfte für die Industrie.

















