MAILight im Q4 2022: SIAT Symposium - Learn, Dine & Connect

Im Jahr 2022 blicken wir auf zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen und Ereignisse zurück: Composites Lounge Conference 3.0, Start der MAInsights, feierlicher Abschluss des Forschungsprojekts MAI CC4fastMOVE, Jubiläumsfeier „10 Jahre MAI Carbon“, Kanuslalom WM und viele mehr.

Doch im Quartal 4 dieses Jahres war unser Highlight das SIAT Symposium – Learn, Dine & Connect, welches erstmalig am 12. Oktober 2022 im Technologiezentrum Augsburg stattfand.

Rund 45 HR-Verantwortliche und GeschäftsführerInnen aus den unterschiedlichsten Branchen tauschten sich aktiv zu Themen rund um Personalentwicklung, Innovation und Agilität aus.

"DIE MISCHUNG AUS DEN VORTRÄGEN, INTERAKTIVEN WORLD-CAFÉS BEGLEITET DURCH LECKERES ESSEN HINTERLIEßEN EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK BEI DEN SYMPOSIUM-TEILNEHMENDEN."

Sven Blanck,
Geschäftsführer MAI Carbon

Über SIAT

Projektkoordinator:
Sven Blanck
Geschäftsführer MAI Carbon

Laufzeit:
01. Mai 2021 – 30. April 2024

Projektvolumen:
1,4 Mio. Euro

Projektpartner:
Steinbeis IFEM – Augsburg Business School

The Knowledge Company

SIAT- Das Bildungs- und Personalnetzwerk

Die SIAT-Initiative wurde im Frühjahr 2021 von den drei Projektpartnern MAI Carbon des Composites United e.V., der Steinbeis Augsburg Business School und The Knowledge Company gegründet. SIAT wird mit einer Laufzeit von drei Jahren vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und verfolgt das Ziel, einen agilen Weiterbildungsverbund aufzubauen. 

SIAT steht für Shared Innovation and Training und unterstützt Unternehmen dabei, Personalentwicklung ressourcenschonend und erfolgreich zu optimieren.

Die SIAT-Mitglieder profitieren von einem umfangreichen Mehrwerteportfolio. Dazu zählt der Zugang zu einer professionellen und intuitiven Online-Plattform. Dort können z.B. Weiterbildungen absolviert und vergünstigt eingekauft werden, Ausschreibungen und Stellenausschreibungen eingestellt oder auch passende Experten gefunden werden.

Neben einem Shared Service Center und individueller PE-Beratung werden den SIAT-Mitgliedern auch exklusive Austauschformate angeboten, so z.B. das SIAT Symposium Learn, Dine & Connect.

Weitere Informationen zu SIAT unter www.siat-netzwerk.de.

Das war das SIAT Symposium 2022

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Open Innovation durch Wissenstransfer

Dass Wissenstransfer zu Innovationen führen kann, erläuterte Dr. Wolfgang Biegel vom Lehrstuhl Material Resource Management der Universität Augsburg und Projektkoordinator des WiR-Projekts – Wissenstransfer Region Augsburg zu Beginn des Symposiums.

„IM WIR-PROJEKT MÖCHTEN WIR DIE TRANSFERSTRUKTUREN UND -AKTIVITÄTEN DER UNIVERSITÄT AUGSBURG IN DIE REGION, DIE GESELLSCHAFT UND DEN UNTERNEHMEN INTENSIVIEREN.“

Dr. Wolfgang Biegel,
Lehrstuhl Material Resource Management der Universität Augsburg

Der Wissenstransfer in die Gesellschaft wurde beim SIAT Symposium direkt live vor Ort vollzogen, denn die Teilnehmenden konnten exklusiv das Innovationslabor des WiR-Projekts im Technologiezentrum Augsburg besichtigen. Mithilfe von Mixed Reality Brillen erwachten die im Labor befindlichen Robotern zum Leben und veranschaulichten dadurch die sog. robotergestützte Komponentenprüfung, welche u.a. Forschungsfokus im WiR-Projekt ist. 

Aufbruch in die Weiterbildungsrepublik

Live zugeschaltet aus Berlin vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) war Herr Florian Köhler, Referent für Grundsatzfragen der Weiterbildungspolitik und Nationale Weiterbildungsstrategie. Er teilte interessante Insights aus dem Ministerium mit den Symposium-Teilnehmenden und arbeitete die Wichtigkeit, Weiterbildung in einem Verbund gemeinsam zu gestalten, heraus. Denn nur so können Unternehmen zukunftsgewandt den anstehenden Wandel, wie z.B. die Digitalisierung oder auch die ökologische Transformation begegnen, ihre Resilienz stärken und letzten Endes neue, innovative Wege gehen.

"4abetterfuture" als Antwort auf den Arbeitskräftemangel

Geeignetes Personal für die eigene Organisation zu finden, ist heute schwieriger als je zuvor. Das weiß auch Ben Schneider, Geschäftsleitung Bader Metallbau GmbH, und stellte das Programm „4abetterfuture“ als möglichen Lösungsansatz vor. Mit „4abetterfuture“ werden motivierte, junge Arbeitskräfte von den Philippinen in drei einfachen Schritten zu voll einsatzbereiten Mitarbeitenden ausgebildet und knapp vier Jahre vom Steinbeis IFEM begleitet.

„DIE NEUEN MITARBEITENDEN, DIE WIR MIT 4ABETTERFUTURE GEWONNEN HABEN, SIND UNFASSBAR MOTIVIERT UND HABEN SICH VOM ERSTEN TAG AN PERFEKT IM UNTERNEHMEN INTEGRIERT. UNGLAUBLICH IMPONIERT HAT MIR AUCH DIE LEISTUNG UND DAS ENGAGEMENT UNSERER NEUEN KOLLEGiNNEN.“

Ben Schneider
Geschäftsführer Bader Metallbau GmbH

Learn & Dine: Über Agilität und Culture Change in Unternehmen

Eingebettet in ein gemeinsames Abendessen rundeten zwei Impulsvorträge das SIAT Symposium ab. Prof. Dr. Verena Utikal referierte zum Thema „Culture Change“ und Dr. Philipp Rodrian berichtete von fünf Thesen aus der Praxis, wann Agilität in Unternehmen der falsche Weg ist.

Frau Utikal ist Beraterin, Speakerin, Trainerin und Professorin an der Universität Ulm und blickt auf über zehn Jahre Erfahrung in der Verhaltens- und Entscheidungs-forschung zurück. Warum Change-Prozesse in Unternehmen oftmals nur schleppend voran gehen, führt Verena Utikal auf den sog. „Action-Intention-Gap“ zurück, d.h. Menschen möchten gerne etwas tun, tun es aber nicht (z.B. mehr Sport treiben).

Ein häufiges Hindernis bei Change-Projekten in Unternehmen sei der Present Bias, welcher besagt, dass Menschen dazu neigen, unmittelbare Belohnungen im Vergleich zu längerfristigen Belohnungen zu bevorzugen. Beim Change sei es deshalb umso wichtiger, größere, längerfristige Vorteile besonders attraktiv zu gestalten. Die passende Lösung dafür sieht Frau Utikal im Gamification-Ansatz. Sofortiges Feedback, Belohnungen, Spielelemente oder auch Wettbewerbs-Situationen können den gewünschten Erfolg herbeiführen, wenngleich Gamification keine Garantie für einen Change-Erfolg sei.

Dr. Philipp Rodrian leitet die Inhouse Programme bei der Steinbeis Augsburg Business School. In seinem Impulsvortrag teilte er fünf Thesen aus der Praxis, wann Agilität der falsche Weg ist, mit den Teilnehmenden des Symposiums anhand des sog. „Agilen Piloten“. Der Agile Pilot adressiert fünf Themenfelder, welche die Agilität in Unternehmen maßgeblich bestimmen und beeinflussen.

"DAS IST ZUM EINEN DAS PROBLEM AN SICH, DANN DAS TEAM UND DAS MANAGEMENT UND ALS VIERTEN UND FÜNFTEN BEREICH DIE BEREITSCHAFT ZU VERÄNDERUNGEN UND ZUM LERNEN.“

Dr. Philipp Rodrian
Leiter Inhouse Programme bei der Steinbeis ABS

Agilität könne beispielsweise schnell der falsche Weg sein, wenn es kein klares Commitment des Managements gibt oder die Bereitschaft neue Dinge zu lernen, fehle.