Aktuelle Förderchancen für Projekte im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie jetzt gebündelt

Wir freuen uns, auf unserer Website eine aktuelle und thematisch fokussierte Übersicht zu relevanten Förderprogrammen im Bereich Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu präsentieren. Die Seite bündelt die wichtigsten Ausschreibungen und Förderchancen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie der EU.  Ziel der Zusammenstellung ist es, Unternehmen und Forschungseinrichtungen praxisnah bei der Identifikation passender Finanzierungs- und Kooperationsmöglichkeiten zu unterstützen. Mehr Informationen finden Sie hier:

Der EDF unterstützt Unternehmen in allen Mitgliedstaaten bei der Entwicklung wettbewerbsfähiger und kooperativer Verteidigungsprojekte, die innovative und interoperable Verteidigungstechnologien und -ausrüstung hervorbringen. Er bietet den Teilnehmern während des gesamten Forschungs- und Entwicklungszyklus Unterstützung und Beratung.

Der Fonds verfügt für den Zeitraum 2021-2027 über ein Budget von fast 7,3 Milliarden Euro, wobei 2,7 Milliarden Euro für kooperative Verteidigungsforschung und 5,3 Milliarden Euro für kooperative Projekte zum Kapazitätsaufbau vorgesehen sind, die die nationalen Beiträge ergänzen. Die finanzielle Unterstützung wird in erster Linie in Form von Zuschüssen in Höhe von bis zu 100 % der förderfähigen Kosten je nach den durchgeführten Aktivitäten und einem Bonussystem gewährt, das KMU, Midcap-Unternehmen und die Verbindung zu einem PESCO-Projekt berücksichtigt.

Der EDF wird durch jährliche Arbeitsprogramme umgesetzt, die sich an 34 thematischen und horizontalen Maßnahmenkategorien entlang der im mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 festgelegten Ziele orientieren. Das Programm wird direkt von der Kommission durchgeführt. In hinreichend begründeten Fällen und im Einklang mit der EDF-Verordnung kann die Verwaltung eines Zuschusses an eine beauftragte Stelle delegiert werden.

Die festgelegten Prioritäten zielen darauf ab, einen Beitrag zu den Sicherheits- und Verteidigungsinteressen der Union zu leisten, im Einklang mit den von den Mitgliedstaaten im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) und insbesondere im Zusammenhang mit dem Fähigkeitsentwicklungsplan (CDP) vereinbarten Prioritäten im Bereich der Verteidigungsfähigkeit und unter Berücksichtigung, soweit angemessen, regionaler Prioritäten und Prioritäten internationaler Organisationen (NATO).

Die Kategorien von Maßnahmen, die die jährlichen Arbeitsprogramme strukturieren, wurden so konzipiert, dass sie alle militärischen Bereiche und Schlüsseltechnologien abdecken. Die finanzierten Projekte sollen es der Europäischen Kommission ermöglichen, auf die Bedürfnisse der Mitgliedstaaten einzugehen und gleichzeitig kritische Fähigkeiten zu fördern, die für die Zukunft von entscheidender Bedeutung sind. Die jährlichen Arbeitsprogramme des EDA werden in enger Zusammenarbeit mit Vertretern der Mitgliedstaaten im EDA-Programmausschuss festgelegt, unter Einbeziehung der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) und des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD).

Mehr Informationen zum EDF und zu den EDF Info Days am 10./11.März 2026 sowie eine Reihe von Video-Tutorial finden Sie hier.

Dieser Cluster befasst sich mit den Herausforderungen, die sich aus anhaltenden Sicherheitsbedrohungen wie Cyberkriminalität sowie Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen ergeben.

Themenbereiche sind katastrophenresiliente Gesellschaften, Schutz und Sicherheit, sowie Cybersicherheit.

Die EU-Forschung im Bereich der zivilen Sicherheit unterstützt die Leitlinien der Europäischen Kommission und insbesondere die Ziele eines sichereren Europas und stärkerer gemeinsamer Grenzen . Die Forschung in diesem Cluster unterstützt die folgenden politischen Maßnahmen:

  • Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus (einschließlich organisierter Kriminalität und Cyberkriminalität)
  • Grenzmanagement (einschließlich Zollsicherheit und maritimer Sicherheit)
  • resiliente Infrastruktur
  • Cybersicherheit (einschließlich Sicherheit von Netz- und Informationssystemen und Zertifizierung)
  • katastrophenresiliente Gesellschaften (einschließlich gegen chemische, biologische, radiologische und nukleare (CBRN) Vorfälle, klimabedingte Risiken und Extremereignisse, geologische Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis, Pandemien)
  • Stärkung der Sicherheitsforschung und -innovation durch die Entwicklung von Sicherheitstechnologien, die gesellschaftlich akzeptiert sind und einen Mehrwert für die Industrialisierung, die gemeinsame Beschaffung (einschließlich innovativer Beschaffung), die Vermarktung sowie den Erwerb und den Einsatz erfolgreicher F&I-Ergebnisse bieten

Alle Informationen zur Beantragung einer Förderung und zur Antragstellung finden Sie hier. Ebenso gibt es Informationen zum „Horizon Europe Info Day – Cluster 3“ am 4. März 2026.

EDIP ist der Eckpfeiler des erneuerten Engagements der EU zur Stärkung ihrer Verteidigungsbereitschaft. Es wird die Fähigkeit der Mitgliedstaaten stärken, aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen, die Wettbewerbsfähigkeit der EDTIB (Verteidigungsindustrie der EU) verbessern und die rechtzeitige Verfügbarkeit und Lieferung von Verteidigungsgütern in der gesamten Union sicherstellen.

Das Programm sieht 1,5 Milliarden Euro an Zuschüssen für den Zeitraum 2025-2027 vor. Von diesem Betrag sind 300 Millionen Euro für ein spezielles Instrument zur Unterstützung der Ukraine vorgesehen, ein zentrales und einzigartiges Instrument, das darauf abzielt, die Verteidigungsindustrie der Ukraine zu modernisieren und zu unterstützen und ihre Integration in das europäische Verteidigungsindustrie-Ökosystem zu fördern.

Das EDIP ermöglicht auch potenzielle weitere Aufstockungen des Budgets in der Zukunft, beispielsweise durch freiwillige finanzielle Beiträge von Mitgliedstaaten oder Dritten.

Die Verordnung wurde im Dezember 2025 unterzeichnet und tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. 

Mehr Informationen finden Sie hier.

„Gemeinsam für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft“ – so lautet die übergeordnete Leitlinie des aktuellen Rahmenprogramms der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit“. Ziel ist, durch die Erforschung und den wirksamen Transfer von innovativen Lösungen in die Praxis, die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger sowie die gesellschaftliche Resilienz zu erhöhen. Damit die Menschen in Deutschland noch besser auf die Krisen von morgen vorbereitet sind.

Das neue Programm läuft von 2024 bis 2029.

Handlungsfelder:

  • Bevölkerungsschutz stärken
  • Hybride Bedrohungen besser bewältigen
  • Sichere Versorgung unterstützen
  • Resilienz der Bevölkerung steigern
  • Sicheres Leben ermöglichen
  • Wissens- und Praxistransfer voranbringen: Innovationslabor Sicherheitsforschung

 

Die SIFO-Webseite gibt u. a. einen Überblick zu den aktuellen Bekanntmachungen und Veranstaltungen. 

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) kann auch für Projekte im Bereich Defence sehr gut genutzt werden, wenn das Projekt einen echten Innovations- und Entwicklungscharakter hat. ZIM ist thematisch offen und branchenneutral, d.h. es ist nicht auf bestimmte Sektoren wie MedTech, Automotive oder Energie beschränkt – auch technologie- oder sicherheitsrelevante Innovationen können grundsätzlich gefördert werden, solange sie neu und marktrelevant sind.

Mehr Informationen und Förderangebote finden Sie hier.

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH, kurz Cyberagentur hat den Auftrag, bahnbrechende Innovationen auf dem Gebiet der Cybersicherheit voranzutreiben, speziell für die Bedarfe der Inneren und Äußeren Sicherheit. Dazu identifiziert, finanziert und evaluiert die Agentur die disruptive Forschung für übermorgen.

Die thematischen Schwerpunkte sind sichere Gesellschaft, Schlüsseltechnologien, Cybersicherheit komplexer Systeme und vertrauenswürdige, technische Wertschöpfungsketten.

Weitere Informationen und aktuelle Ausschreibungen finden sie auf der Webseite der Cyberagentur. 

Mit dem Verteidigungsforschungsprogramm FORTE soll Österreichs Sicherheitsvorsorge an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden.

Ziel ist es, die bestehenden Systeme der nationalen Forschungsförderungsprogramme um ein nationales Verteidigungsforschungsprogramm (VFP) zu erweitern.

Das nationale Verteidigungsforschungsprogramm FORTE richtet sich an folgende Zielgruppen:
  • Industrie- und Dienstleistungsunternehmen mit Unternehmensstandort oder Forschungsstätte in Österreich, sowie
  • Forschungseinrichtungen, Forschende aus dem universitären und außeruniversitären Bereich, sowie Fachhochschulen in Österreich
  • Bedarfsträger sind das BMLV mit allen dem Vollzugsbereich entsprechenden Dienststellen und Rechtsträgern

Im Zuge der Ausschreibung sind sowohl kooperative F&E-Projekte als auch F&E-Dienstleistungen ausgeschrieben.

ACHTUNG: Die Ausschreibung ist nur noch bis 06.03.2026 geöffnet. Mehr Informationen finden Sie hier. 

Das unter der Programmverantwortung des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) stehende österreichische Sicherheitsforschungsförderprogramm „KIRAS“ (KIRAS leitet sich aus dem Griechischen ab und setzt sich zusammen aus den Worten kirkos (Kreis) und asphaleia (Sicherheit)). „Kreis“ ist in diesem Fall als integrativ zu verstehen, da im Rahmen des KIRAS- Programms alle Disziplinen und Dimensionen miteingeschlossen werden) unterstützt nationale Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Erhöhung der Sicherheit Österreichs und seiner Bevölkerung. Das BMF hat die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit dem Programm- und Schirmmanagement für das KIRAS- Programm beauftragt.

Das KIRAS-Programm hat einen eindeutigen und klaren zivilen Programmfokus. Schwerpunkt der Förderaktivitäten ist der Schutz kritischer Infrastrukturen. Die Sektoren, die als kritische Infrastrukturen gelten, sowie die strategischen Ziele sind in der KIRAS-Sonderrichtlinie beschrieben. Zusätzlich werden innerhalb dieses generellen Schwerpunkts für jede Ausschreibung spezifische Forschungsschwerpunkte durch die sicherheitspolitisch verantwortlichen Ressorts festgelegt. Diese Spezifizierung erlaubt es Einreichern, zielgerichtet den aktuellen Bedarf anzusprechen.

Im Zuge der Ausschreibung sind sowohl kooperative F&E-Projekte als auch F&E-Dienstleistungen ausgeschrieben. Zielgruppen sind Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und weitere Akteur:innen, die zu den Zielen der Sicherheitsforschung beitragen.

ACHTUNG: Die Ausschreibung ist nur noch bis 06.03.2026 geöffnet. Mehr Informationen finden Sie hier. 

Die Projektausschreibung BRIDGE Discovery richtet sich an erfahrene Forschende, die eine aus ihren Forschungsarbeiten im Bereich der Grundlagenforschung oder der angewandten Forschung hervorgegangene Innovation umsetzen möchten. Das Programm bietet finanzielle Unterstützung für die Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen, die für die Umsetzung innovativer Projekte insbesondere in der kritischen Phase vor der Vermarktung notwendig sind, um deren wissenschaftliche und technologische Vision voranzutreiben.

Obwohl Innosuisse nicht explizit als Verteidigungsförderer ausgewiesen ist, können innovative Technologien für Sicherheit, Schutz, Resilienz, Überwachung, autonome Systeme etc. über diese Programme gefördert werden, wenn sie klare Innovations- und Wirtschaftsperspektiven haben.

Mehr Informationen finden Sie hier. 

Aufgrund eines staatlichen Auftrags fördert der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) wissenschaftliche Forschung in allen akademischen Disziplinen – von der Chemie über die Medizin bis hin zur Soziologie. SNSF ist die führende Schweizer Organisation zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Fördert Grundlagen- und inter- bzw. multidisziplinäre Forschung, allerdings wird klassische reine Rüstungsforschung wird im Normalfall nicht finanziert. 

Mehr Informationen finden Sie auf der SNSF-Webseite. 

 

Den langfristigen Forschungsplan zur strategischen Ausrichtung der Forschung für die Armee definiert der Fachbereich Forschung von Wissenschaft und Technologie (W+T). Zur operativen Umsetzung in Form von Programmen und Projekten erstellt WTF die jährliche Forschungsplanung; kooperationsbezogene Ausschreibungen je nach Thema.

Die Forschungsschwerpunkte von 2025 – 2028 finden Sie hier. 

Eine Zusammenstellung mit freundlicher Unterstützung von Matthias Bendler (Matthias.Bendler@ivw.uni-kl.de) vom Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe.