Vom geschundenen Klimasünder zum Nachhaltigkeits-Technologieträger: Zukunftsbeton ohne metallische Bewehrung von Köhler Beton revolutioniert den Infrastrukturbau und schont das Klima.

 

Nicht ohne Grund ist das Thema „Nachhaltigkeit“ in (bau-) ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der letzten zwanzig Jahre verbindlicher Lehrstoff. Denn: Wer in der Baubranche relevante Umsätze erwirtschaften möchte, wird über fachliche Aspekte hinaus mit einem Marktumfeld konfrontiert sein, das Nachhaltigkeitsanstrengungen immer häufiger zur Bedingung macht.

Die Professionalisierung der Composites ist unabdingbar zur Einhaltung von standardisierten Qualitäts-/ Sicherheitsnormen.  

Nachhaltigkeit als neues Branchenparadigma zur Maxime zu machen, klingt zunächst gut, offenbart jedoch in der Praxis, dass die plötzlich gesteigerte Nachfrage nicht von einer ebenso plötzlichen Produktentwicklung getragen werden kann. Wie so oft, steht und fällt die Produktqualität auch hier mit langjährigen Erfahrungswerten und produktspezifischer Forschung & Entwicklung. Als Systemlieferant für Infrastrukturen ist Köhler Beton unter anderem zur Erreichung der HPQ der Deutschen Bahn AG verpflichtet. Die DBS 918065 etwa, definiert die zu liefernde Produktqualität detailreich im Hinblick auf Sicherheit und langfristige Haltbarkeit der Betonbauteile.

Pionierprojekt: Kabelkanal-Deckel für die Deutsche Bahn AG

Für die DB wurde ein spezieller Composite-Beton-Mix entwickelt, der  in Form gebracht – die hohen Anforderungen der Kabelkanaldeckel abbildet und darüber hinaus unserer eigenen Nachhaltigkeitsmatrix für Zukunftsbeton entspricht. Durch den erstmaligen wirtschaftlichen Einsatz der TEC-BARs, einer nichtmetallischen Bewehrung, in einer Kabelkanal-Deckelplatte für die Deutsche Bahn, konnten externe und interne Qualitäts-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards praxistauglich und reproduzierbar umgesetzt werden.

Köhler Composite-Nachhaltigkeits-Matrix unter Einsatz der Glasfaser-TEC-BARs:

  1. Gewichtsreduktion durch Betonsubstitution: Bedingt perspektivisch erhebliche CO₂- Einsparung im Kontext von Lager und Logistik. Bei sämtlichen Composite-Substituten ergeben sich auch Vorteile bei der Ergonomie und Verarbeitbarkeit. Im angesprochenen Pionierprojekt konnte durch den Einsatz von Composites bereits ein relevanter Anteil des Gewichtes durch den Einsatz von nichtmetallischer Bewehrung eingespart werden. Im Zuge weiterer eigener Forschungsbestrebungen, ist es schon heute absehbar, den Betoneinsatz durch die Möglichkeit zur Verringerung der Mindestabdeckung, noch weiter zu reduzieren.

  2. Langlebigkeit und Stabilität: Gerade in Bezug auf Sicherheitsbauwerke ist die Haltbarkeit der Betonprodukte von besonderer Bedeutung. Größte Schwachstelle beim Einsatz unter widrigen Bedingungen ist nach wie vor die Korrosionsanfälligkeit. Durch den Einsatz von Glasfaser-Bewehrung ist dieser Faktor – ohne Stabilitätsverluste – vollumfänglich eliminiert. Ebenso die damit verbundenen Wartungsaufwände und daraus resultierenden Ausfallzeiten.

  3. Arbeitsergonomie: Vorteil bei der Fertigung: „Bewehrung ist nicht mehr kalt“. Kabelkanäle sind „Kilometerware“, die trotz teilautonomer Fertigungsprozesse, menschliche Zuarbeit benötigen. Je ergonomischer und arbeitserleichternder sich die Baustoffe ausführen lassen, desto stärker zahlen sie auf die hauseigene Nachhaltigkeitsmatrix ein. Allein die Tatsache, dass die Bewehrung im Winter bei der Verarbeitung nicht mehr kalt ist, bedingt einen wesentlichen Arbeitsschutz- und Ergonomie-Gewinn.   

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich durch den Einsatz von technologisch ausgereiften Glasfaser- /GFK-Substituten erhebliches Nachhaltigkeitspotenzial ergibt. Gerade mit Blick auf einen flächendeckenden Einsatz realisieren sich so spürbare Effekte auch im Hinblick auf klimaschutzrelevante Aspekte. Summiert mit den Vorteilen beim Arbeitsschutz, ist Zukunftsbeton dieser Art ein lohnendes Investment für alle beteiligten Akteure.

Kontakt:

KLAUS KÖHLER Beton- und Fertigteilwerk GmbH
Treuenbrietzener Tor 40
14943 Luckenwalde

Lars Lehmann (Geschäftsführer)
l.lehmann@koehlerbeton.de
www.koehlerbeton.de